Schmidt - Immo - Finanz, Inh. Manfred Schmidt
Auf´m Mühlenberg 3 • 66539 Neunkirchen
Tel.: 06821-8690356
Fax: 06821-2070400
www.schmidt-immo-finanz.de
 

Aktuelles und Wichtiges

25.11.2017

Liebe fb-freunde,

Berufsunfähig. Und wer zahlt nun alle meine Lebenshaltungskosten?

Kaum jemand möchte darüber nachdenken, wie sein Leben aussehen würde, wenn man nicht mehr in der Lage wäre zu arbeiten. Doch in Deutschland ist jeder fünfte Arbeitnehmer davon betroffen, berufsunfähig zu sein.

Aussagen, wie "Mich wird es schon nicht treffen", "Ich habe doch Rücklagen" und "Es gibt dann immer noch einen anderen Beruf, in dem ich arbeiten kann", zeigen eindrücklich, dass das Risiko einer Berufsunfähigkeit und die damit verbundenen Einschränkungen von vielen einfach zu sehr unterschätzt werden.

Dabei wird die häufigste Ursache übersehen: Psychische Erkrankungen, z.B. Depression oder Burn-out, machen mittlerweile fast 30 Prozent aller BU-Fälle aus. Erkrankungen des Bewegungsapparats und Krebs sind weitere häufige Diagnosen. Aber in solchen Fällen ist ein Wechsel in einen ähnlich gut bezahlten anderen Job oft nicht möglich und von eigenen Rücklagen können nur sehr wenige Menschen über Jahre hinweg ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Eine weitere Fehleinschätzung: “ich erhalte ja dann eine Erwerbsminderungsrente“ kann zwar zutreffen, aber die volle EWR erhalten nur Menschen, die höchsten noch 3 Stunden am Tag arbeiten können und nur noch die Hälfte davon,  wenn man maximal noch 6 Stunden arbeiten kann und besonders negativ, arbeiten heisst egal was. Das beinhaltet auch Pförtner, Dienstboten und ähnliches, mit maximal Mindestlohn. Die allerwenigsten anerkannten Erwerbsminderungsrentner erhalten die volle EWR, der Rest fällt in der Regel in die Grundsicherung (ca. 900 Euro monatlich, mit Anrechnung des Ehegatteneinkommens!).

Deshalb solltet auch Ihr vorsorgen und Euer persönliches Angebot anfordern, Eure Familie wird es euch danken:

info@schmidt-nk.de

06821 8690356

 

17.11.2016

Immobilien, Gold & Co.: Darauf setzen die Deutschen im Falle von Strafzinsen

Die Sorge vor Negativzinsen geht um, denn inzwischen hat eine zweite Bank angekündigt, bei Privatkunden eine Art Strafe für Ersparnisse zu fordern. Wie würden die Deutschen noch investieren, wenn daraus eine Massenerscheinung wird? Dieser Frage ging das Meinungsforschungsinstitut GfK im Auftrag von Savedo nach.

Nach Nullzinsen drohen bei einigen Banken und Sparkassen nun bereits Strafzinsen für Geld, das auf klassischen Konten lagert. Die Institute wollen so die Kosten weiterreichen, die ihnen entstehen, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken. Wie würden Kunden auf die breite Einführung solcher Strafzinsen reagieren? Das wollte der Online-Finanzmarktplatz Savedo wissen und beauftragte die GfK mit einer entsprechenden repräsentativen Umfrage.

Drei gefragte Alternativen

Bei der Umfrage gaben rund 55% der Befragten an, im Fall von Negativzinsen das Ersparte wie zu Großmutters Zeiten unter dem Kopfkissen oder in anderen Verstecken in den eigenen vier Wänden horten zu wollen. Wenn sie ihr weiterhin investieren wollen, sind hingegen drei Anlageformen gefragt: Immobilien, Aktien(-fonds)/Beteiligungen und Edelmetalle. 

In den Flächenländern wie Bayern oder Baden-Württemberg ist dabei vor allem Betongold beliebt, während Gold und Silber in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg auf Platz 1 landen. Sonstige alternative Anlagen wie Edelsteine, Kunst oder Uhren sind hingegen nicht von größerer Bedeutung,

Vorsicht vor Klumpenrisiken

Christian Tiessen, Geschäftsführer und Gründer des Berliner Fintech-Unternehmens Savedo, ist davon nicht überrascht: „Immobilien nennt man auch gerne Betongold, weil ihnen eine Beständigkeit wie Gold nachgesagt wird.“ Allerdings gebe es einen wesentlichen Unterschied: Die typische Investition in eine Immobilie sei die Investition in ein einziges Objekt, wodurch ein Klumpenrisiko besteht. Bei Gold und Silber könne man hingegen schon mit kleineren Beträgen einsteigen. (mh)

Quelle:

http://www.immocompact.de/sites/immocompact/themes/asscompact/gfx/logo_immo.jpg

 

 

Newsletter November 2016

Lohnsteuer         2017 ist das Jahr der nächsten Bundestagswahl und die Parteien schreiben eifrig an Ihren Wahlprogrammen. Auch die Lohnsteuer ist wieder ein Thema, in dem sich einiges wandelt. Wir nennen Ihnen im Folgenden die aus unserer Sicht weitreichesten Änderungen für das kommende Wahljahr.

Förderbetrag für betriebliche Altersversorgung

Zukünftig sollen Arbeitgeber, die für ihre Mitarbeiter Zahlungen in die betriebliche Altersversorgung leisten, einen Förderbetrag erhalten. Aktuell wird die dafür angesetzte Gehaltsgrenze des Arbeitnehmers noch diskutiert. Eine Grenze mit einem Gehalt von 1.500 bis 2.000 scheint derzeit realistisch.

Bei einem vom Arbeitgeber für den Arbeitnehmer in die betriebliche Altersversorgung eingezahlten Betrag zwischen 200 und 500 EUR, soll dieser 30 Prozent des eingezahlten Betrages über das Lohnsteuerabzugsverfahren zurückerhalten.

Die Nutzung einer Gehaltsumwandlung soll in diesem Fall nicht möglich sein, da die Arbeitgeberfinanzierung gefördert werden soll. Allerdings ist es weiterhin möglich, im Rahmen der Riesterförderung eine Gehaltsumwandlung durchzuführen.

Änderung des Steuerfreibetrags in §3 Nr. 63 EStG

§3 Nr. 63 EStG sieht vor, dass Zahlungen des Arbeitgebers in die betriebliche Altersversorgung bis zu einem jährlichen Gesamtbetrag von 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze und für ggf. weitere 1800 EUR steuerfrei bleiben.

Zukünftig soll der Satz von 4 Prozent auf 6,5 Prozent angehoben werden, wodurch die bisherige Trennung der Beträge entfällt.

 

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat den Referentenentwurf zur Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2017 vorgelegt.

Nachfolgend geben wir die voraussichtlichen Werte in der Sozialversicherung bekannt, die ab 01.01.2017 gelten

werden:

Kranken- und Pflegeversicherung (jährlic h) 52.200,00 € (gleichgeblieben)

Kranken- und Pflegeversicherung (monatlich) 4.350,00 € (gleichgeblieben)

Renten- und Arbeitslosenversicherung (jährlich) neu 76.200,00 €  alt 68.400,00 €

Renten- und Arbeitslosenversicherung (monatlich) neu 6.350,00 €  alt 5.700,00 €

Knappschaftliche Rentenversicherung (jährlich) neu 94.200,00 €  alt 84.000,00 €

Knappschaftliche Rentenversicherung (monatlich) neu 7.850,00 €  alt 7.000,00 €

Neue Bundesländer

Jahresarbeitsentgeltgrenzen (bundeseinheitlich)

Allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze 57.600,00 €

Beitragsbemessungsgrenzen 2017 (geplante Werte) Alte Bundesländer

 

Arbeitsrecht

Der gesetzliche Mindestlohn steigt. Die gesetzliche Lohnuntergrenze wird ab dem 01.01.2017 von derzeit 8,50 € auf 8,84 € pro Stunde angehoben.

 

 

26.10.2016

Welche Zusatzkosten Sie beim Hauskauf beachten müssen

Wer beim Hauskauf nur mit dem Preis der Immobilie kalkuliert, kann am Ende eine böse Überraschung erleben. Denn oft kommen mit dem Erwerb weitere Kosten hinzu – die sogenannten Transaktionskosten. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat in der Studie „Wohn- und Immobilienmärkte in Deutschland 2016“ einen Leitfaden dazu mitgegeben, der auflistet, welche Zahlungen Immobilienkäufer neben dem Kaufpreis berücksichtigen sollten.

So muss jeder, der eine Immobilie kauft, neben dem Kaufpreis auch die Grunderwerbsteuer abführen. Seit 2006 legen die Bundesländer die Höhe selbst fest. In 14 Bundesländern liegt er zwischen 4,5 und 6,5 Prozent, in Bayern und Sachsen dagegen bei 3,5 Prozent. 2015 haben die Länder so 11,2 Milliarden Euro eingenommen, der Anteil an allen Ländersteuern beträgt damit mehr als 50 Prozent. Ausnahmen von der Grunderwerbsteuer können bei Schenkungen und Erbschaften vorliegen.

Neben der Steuer muss bei einem Hauskauf zudem auch der Notar bezahlt werden. Diese Kosten für beispielsweise Erstellung des Kaufvertrags, Übertragung des Eigentums und die Zahlungsabwicklung sind gesetzlich festgelegt und bewegen sich bei einer Standardkonstellation im Bereich von etwa 0,8 und 1,2 Prozent des Objektpreises. Dabei gilt: Je teurer das Objekt, desto geringer die Rate.

Das Neueintragen oder das Umschreiben des Grundbuches ist ein weiterer Kostenfaktor, mit dem Hauskäufer rechnen müssen. Auch diese Kosten sind gesetzlich festgelegt. Sie liegen – je nach Objektpreis – zwischen 0,4 und 0,6 Prozent des Kaufpreises.

Nicht obligatorisch, aber dennoch sehr häufig muss auch ein Makler bezahlt werden. Zum Teil übernehmen diese auch Objektbewertungen und Preisverhandlungen. Schätzungen gehen davon aus, dass Makler bei knapp der Hälfte aller Verkäufe von selbstgenutzten Immobilien beteiligt sind. Die Provision richtet sich nach ortsüblichen Sätzen, ist aber auch verhandelbar. Die Maklervereinigung Immobilienverband Deutschland beziffert den gängigen Höchstsatz auf sechs Prozent des Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer. Das Bestellerprinzip, nach dem derjenige den Makler bezahlt, der ihn bestellt hat, gilt übrigens nur für Vermietungen.

 

Kritik an Immobilien-Politik der Bundesregierung 

Deutschland baut die falschen Häuser

von:  Silke Kersting, Handelsblatt, 20.10.2016

Die Zahl der Baugenehmigungen steigt – aber das reicht nicht aus, meint die Bau- und Immobilienbranche. Es werden die falschen Häuser gebaut. Ihr Urteil über die Wohnungsbaupolitik der Großen Koalition ist vernichtend.

Es wird viel gebaut in Deutschland – aber meist im falschen Segment.

Boomt der Wohnungsbau in Deutschland? Von Januar bis August 2016 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 245.300 Wohnungen genehmigt. Das sind rund 25 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2015, zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Die Wohnungsbaubranche übte am Donnerstag dennoch deutliche Kritik an der Arbeit der Großen Koalition.

Die Wohnungsbaupolitik sei „eine offene Baustelle“, urteilt das „Verbändebündnis Wohnungsbau“, zu dem sich Organisationen und Verbände der Bau- und Immobilienbranche zusammengeschlossen haben, darunter der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), der Deutsche Mieterbund (DMB) und die IG Bau. „Die Wohnungen entstehen vor allem in Segmenten, wo wir keinen Mangel haben“, sagte Bündnis-Koordinator Michael Hölker dem Handelsblatt. „Es fehlen aber Wohnungen im bezahlbaren Segment.“

Der Faktencheck des Bündnisses ein Jahr vor der Bundestagswahl fällt vernichtend aus: Die schwarz-rote Koalition habe „ihre Hausaufgaben nicht gemacht“, heißt es in dem am Donnerstag vorgelegten Papier. Zu den Hausaufgaben zählt das Bündnis in erster Linie das Zehn-Punkte-Programm, das Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) zum Abschluss des von ihr ins Leben gerufenen Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen entwickelt hatte. Das ist nun ein knappes Jahr her.

 „Die Große Koalition ist über die Analysephase kaum hinausgekommen“, kritisiert das Verbändebündnis. Es sei der Bundesregierung nicht gelungen, die entscheidenden Punkte für mehr Wohnungsbau voranzubringen sowie Länder und Kommunen mit ins Boot zu holen. „Statt Vollgas zu geben, fährt der Wohnungsneubau im ersten Gang.“

Um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, steht beim Verbändebündnis ein Punkt ganz oben auf der Liste: die Erhöhung der linearen Abschreibung von zwei auf drei Prozent. Ebenso dringlich sei die zielgerichtete Förderung über Investitionszulagen. Beide Wohnungsbau-Anreize seien überfällig. Investoren hätten mangels einer Mindestrendite derzeit keinen Anreiz, beispielsweise in den sozialen Wohnungsbau zu investieren, sagte Hölker. Bund und Länder sollten zudem Bauland bereitstellen und dabei nicht ausschließlich auf den Profit schielen. Der Vorschriften-Dschungel im Baurecht sollte durch eine einheitliche Muster-Bauordnung in den Ländern leichter zu durchdringen sein. Auch hier, so das Bündnis: Fehlanzeige.

Als Preistreiber für den Wohnungsneubau gelten hohe Energie-Standards. Die Branche zielt darum darauf ab, die Energie-Einsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammenzuführen – und zwar unter Beachtung wirtschaftlicher Prinzipien für den Wohnungsbau. Hier gibt es zwar Überlegungen, aber noch immer keinen Gesetzentwurf.

Die Regierung sei weit davon entfernt, das Potenzial für mehr Wohnraum auszuschöpfen: in bereits vorhandenen Siedlungen, durch die Nutzung von Brachflächen und Baulücken. Wer sich etwa bei Bauträgern umhört, staunt über Berichte über sich monatelang hinziehende Genehmigungsverfahren für neuen Wohnraum – selbst in Großstädten wie Berlin, wo neue Wohnungen dringend gebraucht werden.

Eine offene Baustelle, kritisiert das Bündnis, sei nach wie vor das Normungswesen. Auch die Aufgabe, das serielle Bauen für ansprechenden und günstigen Wohnraum zu forcieren, sei noch längst nicht erfüllt.

„Bezahlbares Wohnen ist das Gebot der Stunde“, forderte GdW-Axel  Gedaschko die am Donnerstag und Freitag in Magdeburg tagende Bauministerkonferenz auf, Lösungen zu entwickeln, „wie wir Klimaschutz erreichen können, ohne die Bau- und Betriebskosten und damit die Wohnkosten für die Mieter in die Höhe zu treiben“. Angesichts der Herausforderung, schnell, viel, preiswert und klimaschonend zu bauen, „kommen wir mit linearen Verschärfungen des Energieeinsparrechts nicht weiter“.

Unterdessen verteuern sich Häuser und Wohnungen in Deutschland immer mehr. In Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern erhöhten sich die Preise im zweiten und dritten Quartal nach Angaben des Immobilienverbandes IVD um durchschnittlich 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Je größer die Stadt, desto größer der Anstieg“, so der IVD, der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständige vertritt.

Immer mehr Menschen ziehe es in die Metropolen. Entspannung auf dem Wohnungsmarkt erwartet der IVD zunächst nicht. Weder an den niedrigen Zinsen noch an der Wohnungsknappheit werde sich Grundlegendes ändern. Damit dürften Immobilien auch 2017 teurer werden. Die Politik solle daher den Wohnungsbau forcieren und Eigentum steuerlich fördern.

 

 

21.07.2015 Mietausfallversicherung

Nicht selten sind bei Immobilienfinanzierungen laufende Mieteinnahmen fest einkalkuliert. Doch was passiert, wenn die Einnahmen ausbleiben oder durch Vandalismus sogar noch weitere Kosten hinzukommen? Solche als Mietnomaden genannte Mieter, zahlen gar nicht oder teilweise die Miete nicht, lassen Wohnungen verkommen und suchen sich in einer Nacht- und Nebelaktion die nächste Bleibe. Zurück bleibt der Vermieter, der für den Schaden aufkommen muss. Gerade bei privaten Vermietern, die ihre Altersvorsorge mit der Immobilie sichern wollten, können Mietnomaden die Existenz bedrohen.

Die Mietausfallversicherung hilft:

Sie leistet bei Mietausfällen und sichert den Vermieter gegen Schäden an der Immobilie ab

Was ist versichert?

Versichert sind die vom Vermieter eingebrachten Gebäudebestandteile sowie Gebäudezubehör innerhalb der Wohnung inkl. der Räume im Gebäude und Nebengebäude, die ausschließlich zu dieser Wohnung zuzurechnen sind.

Welche Leistungen werden erbracht?

· Kosten der Ermittlung und Feststellung des Schadens

· Ersatz bei Ausfall von Miet- und laufenden Mietnebenkosten-Zahlungen

· Sachschäden durch mutwillige Beschädigung oder bei Abhandenkommen infolge eines ersatzpflichtigen Mietausfallschadens

· Übernahme von Aufräumungs- und Abbruchkosten

· Erstattung von Reinigungs- und Renovierungskosten

· Übernahme von Desinfektions- und Schädlingsbekämpfungskosten

· Ungezieferbefall, z.B. durch Ratten, Mäuse oder Schaben infolge von Verunreinigungen

· Dekontaminierung bei behördlicher Anordnung

· Schäden durch Verwahrlosung der Wohnung, z.B. durch unterlassenes Lüften oder Säubern oder den Tod des Mieters

 

Für Fragen oder ein Angebot wenden Sie sich bitte an uns.

 

06.07.2015 Wenn der Fiskus an die Altersversorgung will

Arbeitnehmer, die sich beim Eintritt in den Ruhestand für eine Kapitalabfindung ihrer betrieblichen Altersversorgung entscheiden, müssen diesen Betrag nur ermäßigt versteuern. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Entscheidung des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 19. Mai 2015 hervor (5 K 1792/12).

Die Klägerin war bis zum Jahr 2010 als Bankangestellte tätig. Sieben Jahre zuvor hatte sie mit ihrem Arbeitgeber eine sogenannte Entgeltumwandlung vereinbart. In deren Rahmen wurde zu ihren Gunsten ein Vertrag mit einer Pensionskasse abgeschlossen. Die steuerbefreiten monatlichen Beiträge wurden von ihrem Arbeitslohn direkt an die Pensionskasse abgeführt.

Fünftelregelung?

Mit Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2010 erhielt die Klägerin auf eigenen Wunsch die Leistungen aus der Pensionskasse nicht als monatliche Rente, sondern als Einmalbetrag ausgezahlt.

Während das Finanzamt der Meinung war, dass die Zahlung der Pensionskasse mit dem vollen Steuersatz zu veranlagen sei, ging die Klägerin davon aus, dass eine Versteuerung, ebenso wie bei Abfindungen, nur im Rahmen der sogenannten Fünftelregelung erfolgen dürfe.

Im Rahmen dieser Regelung sind zwar auch außerordentliche Einkünfte in voller Höhe zu versteuern. Jedoch wirkt sich nur ein Fünftel davon progressiv auf den Steuersatz aus mit der Folge, dass die Klägerin deutlich weniger Steuern zu zahlen gehabt hätte.

Nachdem ihr Einspruch gegen die Entscheidung des Finanzamts erfolglos geblieben war, zog die Klägerin vor Gericht. Dort erlitt die Steuerbehörde eine Niederlage.

Verstoß gegen allgemeinen Gleichheitssatz

Die Richter schlossen sich der Meinung der Klägerin an, dass die Einmalzahlung der Pensionskasse nur im Rahmen der Fünftelregelung im Sinne von § 34 EStG besteuert werden darf.

Dies ist nach Ansicht des Gerichts nicht nur nach dem Sinn und dem Zweck der gesetzlichen Regelung, sondern auch mit Rücksicht auf die Neuregelung der Rentenbesteuerung durch das Alterseinkünftegesetz geboten.

Es würde nämlich einem Verstoß gegen den allgemeinen Gleichheitssatz des Artikels 3 Absatz 1 GG gleichkommen, wenn man Kapitalzahlungen aus der sogenannten Basisversorgung, wie etwa der gesetzliche Rentenversicherung, und Zahlungen aus der beruflichen Altersversorgung, zu denen auch Pensionskassen gehören, unterschiedlich behandeln würde, so das Gericht. Der Klage wurde daher stattgegeben.

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Falls ließ das Gericht eine Revision zum Bundesfinanzhof zu. Ob das unterlegene Finanzamt von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wird, war nicht in Erfahrung zu bringen.

 

22.06.2015 Wie hoch sollte die Instandhaltungsrücklage für Wohneigentum sein?

Als Orientierung für die Bemessung der Instandhaltungsrücklage können die für den sozialen Wohnungsbau geltenden Werte dienen, wie das Amtsgericht Neustadt/Rübenberge entschied (AZ 20 C 687/114).

In einer Eigentümerversammlung sollte der geplante Beschluss, die Instandhaltungsrücklage von jährlich 2,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche auf 7,10 Euro zu erhöhen, diskutiert werden. Von der Mehrheit der Eigentümer wurde der Beschlussantrag abgelehnt mit der Begründung, es stünden keine größeren Reparaturen an, woraufhin einer der Wohnungseigentümer Anfechtungsklage erhob, da er die derzeitige angesammelte Instandhaltungsrücklage von ca. 2.200 Euro für unzureichend hielt.

Das Gericht entschied zugunsten des Klägers und setzte die Zuführung zur Instandhaltungsrücklage auf 7,10 Euro pro Quadratmeter und Jahr fest. Die Ansammlung einer angemessenen Instandhaltungsrücklage stelle eine Maßnahme zur ordnungsgemäßen Verwaltung dar, zu der die Wohnungseigentümer verpflichtet seien. Eine Instandhaltungsrücklage von 2,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr sei für die ordnungsgemäße Verwaltung nicht ausreichend, wobei die Angemessenheit nach den konkreten Verhältnissen der jeweiligen Wohnanlage zu beurteilen sei.

Die für den öffentlich geförderten Wohnungsbau geltenden Instandhaltungspauschalen gemäß § 28 Abs. 2 der zweiten Berechnungsverordnung (2. BV) sind ein Anhaltspunkt für die Höhe der Instandhaltungsrücklage. Daraus geht hervor, dass für das Objekt als Untergrenze ein Betrag von 7,10 Euro pro Quadratmeter und Jahr bei zurückliegender Bezugsfertigkeit von weniger als 22 Jahren anzusetzen sind. War das Objekt vor mindestens 22 Jahren bezugsfertig, werden 9,00 Euro pro Quadratmeter und Jahr angesetzt.


Ab Montag 01.06.2015 tritt das Bestellerprinzip in Kraft.

1. Der Begriff des Wohnungsmaklers

Nach der Legaldefinition des § 1 Abs. 1 des WoVermittG ist Wohnungsvermittler, wer den Abschluss von Mietverträgen über Wohnräume vermittelt oder die Gelegenheit zum Abschluss von Mietverträgen über Wohnräume nachweist.

2. Die Form des Wohnungsmaklervertrages

a) Nach bisherigem Recht konnte der Wohnungsmaklervertrag durch mündliche oder konkludente Erklärung der Vertragsbeteiligten wirksam zu Stande kommen. Mit Wirkung zum 01.06.2015 müssen Maklerverträge über den Nachweis oder die Vermittlung von Wohnraum die Textform aufweisen (§ 2 Abs. 1 S. 2 WoVermittG).
b) Mit diesem Formzwang soll sowohl dem Wohnungssuchenden als auch dem Vermieter deutlich gemacht werden, dass ein Vertrag zu Stande kommt und im Erfolgsfalle eine Vergütung zu entrichten ist. Hierdurch sollen Unklarheiten über die Frage, mit welchem Inhalt der Maklervertrag abgeschlossen wurde, vermieden werden.

3. Anforderungen an die Textform

a) Um der Textform zu genügen, muss die Erklärung in einer Urkunde oder in einer anderen zur dauerhaften Wiedergabe in Schriftzeichen geeigneten Weise abgegeben werden. Verkörperungen auf Papier, USB-Stick, Diskette, CD-ROM oder Computer-Fax reichen aus.
b) Anders als bei der Schriftform (§ 126 Abs. 1 BGB), bei welcher die Unterschrift den räumlichen Abschluss der Urkunde bildet, kennt die Textform keine starre Regelung über die Kenntlichmachung des Dokumentenendes. Es bedarf jedenfalls eines eindeutig wahrnehmbaren Hinweises, der sich räumlich am Ende befindet und inhaltlich das Ende der Erklärung verlautbart. Zur Erfüllung dieses Zwecks kommt neben der Namensunterschrift ein Zusatz wie „diese Erklärung ist nicht unterschrieben“, ein Faksimile, eine eingescannte Unterschrift, eine Datierung oder eine Grußformel in Betracht. Durch den räumlichen Abschluss der Erklärungspflicht muss die Ernstlichkeit des Textes in Abgrenzung eines keine rechtliche Bindung auslösenden Entwurfs deutlich gemacht werden. Der Textform ist nicht genügt, wenn es infolge nachträglicher, handschriftliche Ergänzungen an einem räumlichen Abschluss der Vereinbarung fehlt.

4. Rechtsfolgen bei Nichteinhaltung des Formzwangs

a) Verträge, welche nicht den Anforderungen der Textform genügen, sind gemäß § 125 S.1 BGB unwirksam.
b) Weigert sich der Wohnungssuchende, einen Maklervertrag in Textform abzuschließen und erbringt der Makler gleichwohl eine Nachweis- oder Vermittlungsleistung, ist er im Erfolgsfalle nicht befugt, Provision zu verlangen. Insoweit gilt der allgemeine Grundsatz, dass es zum Risikobereich des Maklers gehört, wenn er vor Abschluss eines wirksamen Vertrages bereits seine Maklerdienste erbringt.
c) Gesetzliche Ansprüche, wie etwa aus Bereicherungsrecht oder aus § 354 HGB, scheiden im Hinblick auf den gebotenen Gleichlauf der rechtlichen Bewertung aus.

5. Provisionspflicht des Wohnungssuchenden (Bestellerprinzip)

a) Die Einführung des Bestellerprinzips mit Wirkung zum 01.06.2015 gestattet eine Provisionspflicht des Wohnungssuchenden nur noch dann, wenn er dem Makler einen eigenständigen Suchauftrag erteilt und dieser für den Kunden nach außen suchend tätig wird.
b) In seinem Anwendungsbereich bedeutet das Bestellerprinzip ein faktisches Verbot der Doppeltätigkeit des Maklers.

6. Wirksamkeit von Maklerverträgen vor dem 01.06.2015

a) Auf einem bereits vor dem 01.06.2015 abgeschlossenen Maklervertrag des Wohnungssuchenden findet das Bestellerprinzip mangels einer Rückwirkungsregelung keine Anwendung. Maßgeblich ist der in Art. 170 EGBGB zum Ausdruck gekommene allgemeine Rechtsgrundsatz, dass die Schuldverhältnisse in ihrem Inhalt und ihrer Wirkung dem Recht unterstehen, dass zur Zeit des Entstehungstatbestandes galt.
b) Daraus folgt: Wurde dem Wohnungsmakler vor dem 01.06.2015 seitens des Vermieters ein Vermietungsauftrag mit einer Vereinbarung zu Lasten Dritter (dem neuen Mieter) erteilt und der Maklervertrag mit dem Mieter kommt vor dem 01.06.2015 zustande, der Mietvertrag wird aber erst nach dem 01.06.2015 geschlossen, so besteht seitens des Maklers ein Provisionsanspruch gegenüber dem neuen Mieter. Wird jedoch trotz Vermietungsauftrag der Maklervertrag mit dem neuen Mieter nach dem 01.06.2015 geschlossen, so hat der Makler, auch im Falle des Erfolges, keinen Provisionsanspruch!

7. Regelungsinhalt

a) § 2 Abs. 1a WoVermittG bestimmt, dass der Wohnungsmakler vom Wohnungssuchenden, sofern ein Mietvertrag zu Stande kommt, nur dann die Zahlung eines Entgeltes verlangen darf, wenn ein Wohnungsvermittlungsvertrag (in Textform) zwischen ihm und dem Wohnungssuchenden besteht und der Vermittlern nur zu dessen Erfüllung Wohnungsangebote eingeholt hat. Der Wohnungssuchende, der sich auf einen Wohnungsvermittlungsanzeige hin an den Makler wendet, darf mithin nicht mehr zur Zahlung verpflichtet werden.
b) Auch dann, wenn der Makler im Hinblick auf einen konkreten Suchauftrag dem Wohnungs-suchenden ein Objekt vorstellen will, muss er hierfür nach den allgemeinen Regelungen des § 6 WoVermittG einen „Auftrag“ zum Angebot vom Vermieter oder einem anderen Be-rechtigten erhalten haben. Unter Auftrag im Sinne dieser Bestimmung ist allerdings weder ein Auftrag nach § 662 BGB noch ein Maklervertrag zu verstehen, sondern es genügt jede ausdrücklich oder konkludent, schriftlich oder mündlich erklärte Zustimmung des Berechtig-ten zur Vermittlung der betreffenden Wohnung durch einen bestimmten Makler.
c) Ausdrücklich erforderlich ist darüber hinaus, dass der Wohnungsmakler den Auftrag vom Vermieter oder von einem anderen Berechtigten ausschließlich zu dem Zweck einholt, dem Wohnungssuchenden die Wohnung anzubieten. Eine Provisionspflicht des Wohnungssuchenden ist danach nur noch zulässig, wenn der Makler ausschließlich im Interesse des Mieters tätig wird.
d) Das für das Bestellerprinzip kennzeichnende Merkmal der Ausschließlichkeit hat einen den Normzweck überschießenden Inhalt. Dann nämlich, wenn mehrere Wohnungssuchende den Makler mit der Suche nach vergleichbaren Räumlichkeiten beauftragen, der Makler anschließend einen geeigneten Vermieter ausfindig macht und der Mietvertrag nicht vom ersten Wohnungsinteressenten, sondern von einem zweiten oder einem anderen Interessenten des Wohnungsmaklers, welcher wiederum einen gleichartigen Vermittlungsauftrag erteilt hat, abgeschlossen wird, darf der Makler nach dem Wortlaut der Bestimmung „ausschließlich wegen des Vermittlungsvertrags“ von seinem Zweitkunden keine Provision verlangen!
e) In welcher Weise der Wohnungsvermittler die Wohnung auf Veranlassung des Wohnungssuchenden sucht, steht ihm frei. Provisionspflichtig ist der Wohnungssuchende etwa dann, wenn der Makler eine Anzeige schaltet sich ein Vermieter daraufhin mit einer entsprechenden Mietwohnung meldet. In diesem Fall wird der Makler „auf Bestellung“ des Wohnungssuchenden tätig.
f) In der Praxis allerdings geht gerade auf angespannten Wohnungsmärkten die Initiative regelmäßig vom Vermieter aus. Gibt er dem Vermittler eine Wohnung an die Hand, um einem Mieter zu finden, kommt die wirksame Verpflichtung eines Wohnungssuchenden zur Zahlung der Provision nicht in Betracht: Nur der Vermieter ist dann der Besteller. Das gilt ausnahmslos dann, wenn der künftige Mieter sich nach diesem Kontakt zwischen Vermieter und Wohnungsvermittler meldet.
g) Es verhält sich jedoch ebenso, wenn der Wohnungssuchende einen Maklervertrag abgeschlossen hat und sich danach ein Vermieter zwecks Mietersuche an den Wohnungsmakler wendet. Auch in diesem Falle ist nach der Neuregelung der Mieter nicht provisionspflichtig, weil der Wohnungsmakler nicht ausschließlich wegen des Vermittlungsvertrages mit dem künftigen Mieter tätig geworden ist, sondern auch im Interesse des Vermieters.

8. Darlegungs- und Beweispflicht

a) Mit der Formulierung „es sei denn“ wird sichergestellt, dass der Makler die Darlegungs- und Beweislast für die anspruchsbegründenden Tatsachen einer Zahlungsforderung gegenüber den Wohnungssuchenden trägt. Dies gilt nicht nur für die allgemeinen Voraussetzungen eines Vertragsabschlusses, sondern insbesondere für das Merkmal der Ausschließlichkeit.
b) Dass der Makler den Auftrag, die Wohnung anzubieten, ausschließlich wegen des Vermittlungsvertrages mit dem Wohnungssuchenden eingeholt hat, kann beispielsweise durch Zeugnis des Vermieters, von Mitarbeitern des Maklers oder durch Würdigung einer persönlichen Anhörung des Maklers selbst nachgewiesen werden. Im Eigeninteresse des Wohnungsmaklers ist auch in diesem Zusammenhang eine sorgfältige Dokumentation des Geschäftsablaufes zu empfehlen.

9. Verbot abweichender Vereinbarung

a) § 2 Abs. 5 WoVermittG enthält einen Verbotskatalog unzulässiger Provisionsabreden, wonach entgegenstehende vertragliche Abreden unwirksam sind. Dieses Verbot abweichender Vereinbarungen erstreckt sich nicht nur auf die Neuregelung des § 2 Abs. 1a WoVermittG, sondern enthält in § 2 Abs. 5 Nr. 2 WoVermittG eine weitere Verbotsregelung. Danach darf der Wohnungssuchende nicht verpflichtet werden, ein vom Vermieter oder Dritten geschuldetes Vermittlungsentgelt zu zahlen. Eine derartige Zahlungspflicht kann gegenüber den Wohnungsmakler weder unmittelbar noch durch einen Vertrag zu Gunsten Dritter, hier zu Gunsten des Maklers, begründet werden. Während in § 2 Abs. 5 Nr. 1 WoVermittG das Verbot der Doppeltätigkeit bezogen auf den Wohnungssuchenden ausgesprochen ist, erfasst Nr. 2 dieser Regelung das Verbot der Übernahme fremder Provisionen zu Lasten des Wohnungssuchenden. Damit sind Umgehungsgeschäfte, mit denen das Bestellerprinzip unterlaufen wird, untersagt.
b) Als unzulässige Umgehungsgeschäfte kommen zum Beispiel die Vermietung einer Wohnung zu einer weitaus höheren als der ortsüblichen Miete oder der gleichzeitige Verkauf von an sich wertlosem oder überteuertem Inventar in Betracht.
c) Hinsichtlich einer unzulässigen Mobiliarerwerbsabrede kommt im Rahmen des Bestellerprinzips der bisherigen Bestimmung des § 4a Abs. 2 S. 2 WoVermittG eine ergänzende Funktion zu.

11. Herausforderung unzulässiger Maklerprovisionen

a) Hat der Maklerkunde entgegen den Verbotstatbeständen des Wohnungsvermittlungsgesetzes oder aufgrund unwirksamer Vereinbarungen eine Maklerprovision, einen Aufwendungsersatz oder eine den Höchstsatz von § 4 WoVermittG übersteigende Vertragsstrafe entrichtet, können diese Beträge gemäß § 5 Abs. 1 WoVermittG nach den Bestimmungen der ungerechtfertigten Bereicherung von Makler zurückgefordert werden.
b) Diese Regelung gilt auch für Provisionen, die der Wohnungssuchende entgegen § 2 Abs. 1a WoVermittG an den Makler bezahlt. § 5 Abs. 2 WoVermittG nimmt Bezug auf das in § 2 Abs. 5 Nr. 2 WoVermittG verankerte Verbot der Übernahme fremder Provisionspflichten zu Lasten des Wohnungssuchenden und begründet auch insoweit einen Rückforderungsanspruch nach Bereicherungsrecht.
c) Die Verjährungsfrist beträgt drei Jahre.

12. Kenntnis der Nichtschuld seitens des Wohnungssuchenden und entsprechende Gestaltungsmacht des Maklers

a) Macht der Wohnungssuchende einen Rückforderungsanspruch geltend, wird mitunter geprüft, ob dem Rückzahlungsbegehren die Kenntnis der Nichtschuld (§ 814 Fall 1 BGB) ent-gegensteht. Nach herrschender Ansicht genügt es aber nicht, dass dem Maklerkunden die Tatsachen bekannt sind, aus denen sich das Fehlverhalten einer rechtlichen Verpflichtung ergibt. Der Rückforderungsanspruch ist vielmehr nur dann ausgeschlossen, wenn der Kunde als Leistender aus diesen Tatsachen auch eine im Ergebnis zutreffende rechtliche Schlussfolgerung gezogen hat.
b) Verwendet der Makler eine Provisions- und Kenntnisklausel, mit der die erforderlichen Rechtskenntnisse vermittelt werden, könnte bei isolierter Betrachtung die Kondiktionssperre des § 814 BGB greifen. Das ist aber nicht der Fall. Auch § 814 BGB schließt eine Rückforderung unzulässiger Provisionen oder sonstiger Beträge nicht aus.

13. Unzulässige Werbung mit „Provisionsfrei für Mieter“

Wohnungssuchende haben, wie oben ausführlich beschrieben, nur dann eine Provisionspflicht gegen über dem Wohnungsmakler, wenn ein Suchauftrag in Textform erteilt wurde. Ein Provisionsanspruch seitens des Wohnungsmaklers außerhalb des Suchauftrags besteht nicht. Wer künftig mit „Provisionsfrei für den Mieter“ wirbt, riskiert eine Abmahnung weil es sich um eine irreführende Werbung mit Selbstverständlichkeiten handel, was gesetzlich verboten ist.

14. Empfehlung

Das Bestellerprinzip wurde verabschiedet und das Gesetz vom Bundespräsidenten unterschrieben. Es führt kein Weg daran vorbei, dass es die Vermietung durch Wohnungsmaklern mit Provisionspflicht für den Mieter in der bisherigen Form nicht mehr geben wird.
Der Gesetzgeber prognostiziert eine Einsparung der Mieter, was einem Einkommensverlust auf Seiten des Maklers bedeutet, von ca. 580 Mio. €. Andererseits prognostiziert er aber auch Provisionseinnahmen bei Maklern in Höhe von ca. 140 € durch die Vermieter, die auch künftig Wohnungsmakler einschalten werden. Der Markt bricht also nicht vollständig ein.
Wohnungsmakler, die kein Konzept haben, um dem Vermieter ihre Leistungsfähigkeit mit anschließender Provisionszahlung durch sie im Falle des Erfolges zu vermitteln, sollten sich aus diesem Geschäftszweig verabschieden. Anderseits werden mehr und mehr Modelle bekannt, die Maklerleistung dem Vermieter transparent darzulegen und ihn davon zu überzeugen, dass ihm ein guter Makler beim Vermeiden von Schmerzen helfen kann. Es lohnt sich also, ein Konzept zu entwerfen.

An dieser Stelle sei auch auf den Ratgeber „Richtig vermieten – beruhigt schlafen“, der im Verlag C.H. Beck erschienen ist, verwiesen. Der Autor gibt dafür Eigentümern, die künftig selbst vermieten wollen, in vier Kapitel wertvolle Hilfen. Im fünften Kapitel werden sie dann gefragt, ob sie sich all das auch fachlich wie zeitlich überhaupt zutrauen dürfen um dann im sechsten Kapitel auf die die Frage einzugehen, wie man einen guten Makler findet. Somit handelt es sich nicht nur um einen Ratgeber für Vermieter sondern mindestens ebenso auch für Wohnungsmakler. Der Ratgeber kann in jeder Buchhandlung und auch bei Amazon zum Preis von 9,90 € erworben werden (ISBN-10: 3406683746)

15. Hinweis:


Das Bestellerprinzip gilt nur für die Vermittlung von Wohnraum, nicht für Gewerberäume.

Quelle: Aufsatz des Richters am BGH Dr. Detlev Fischer in der NJW Nr. 22/2015 auf Seite 1.560 ff


Rechtlicher Hinweis

Dieser Artikel wurde nach bestem Wissen erstellt. Er ersetzt aber keine Beratung im Einzelfall. Eine Haftung kann daher nicht übernommen werden. Dieser Artikel wurde verfasst von Herrn Helge Norbert Ziegler, Dipl. Wirtschaftsjurist (FH) und Vorstand des BVFI - Bundesverband für die Immobilienwirtschaft, Hanauer Landstr. 204, 60314 Frankfurt, Telefon: (069) 24 74 84 80, Telefax: (069) 24 74 84 899, eMail: ziegler@bvfi.de, Internet: www.bvfi.de. Wirtschaftsjurist Helge Norbert Ziegler, 29.05.2015

 

12.02.2015 Was passiert mit der Instandhaltungsrücklage beim Verkauf meiner Eigentumswohnung?

Diese Information ist nicht nur für den Verkäufer sehr wichtig, sondern ebenfalls für den Käufer einer Wohnung, da der vorhandene Rücklagenbetrag einen Einfluss auf den Kaufpreis der Wohnung hat.

Gemäß dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) § 21 Abs. 5 Nr. 4 ist die Wohnungseigentümergemeinschaft einer Eigentumsanlage gesetzlich verpflichtet eine angemessene Geldsumme (Instandhaltungsrückstellung) zu bilden. Die Höhe der monatlichen Beiträge zur Instandhaltungsrücklage wird durch Mehrheitsbeschluss, in den Wirtschaftsplan, durch die Eigentümerversammlung festgelegt. Der Verteilerschlüssel orientiert sich dabei an den Miteigentumsanteilen der Eigentümergemeinschaft, wenn nichts anderes in der Gemeinschaftsordnung (auch Teilungserklärung) vereinbart wurde. Hiermit sollen künftig anfallende, größere Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten (z.B. eine neue Dacheindeckung) oder dringend anfallende Reparaturen wie zum Beispiel der Austausch eines defekten Heizungsbrenners mit abgedeckt werden. Angespart und gezahlt wird die Instandhaltungsrücklage monatlich mit dem festgelegten Hausgeld. Das entsprechende Rücklagenkonto dazu führt der Hausverwalter, dieser ist durch das WEG verpflichtet diese Rücklage einmal im Jahr mit der Eigentümergemeinschaft abzurechnen.

Keine Auszahlung der Instandhaltungsrücklage bei Verkauf möglich!

Eine Auszahlung der anteiligen Instandhaltungsrücklage an einen Eigentümer der seine Wohnung veräußert, ist in der Gesetzgebung nicht vorgesehen. Eine Entnahme aus der Instandhaltungsrücklage (sie gehört zum Verwaltungsvermögen § 10 Abs. 7 Satz 3 WEG) darf nur zur Instandsetzung- und Instandhaltung des gemeinschaftlichen Eigentums verwendet werden. Nur bei kurzfristigen Liquiditätsengpässen ist ein Einsatz der Rücklage für laufende Kosten zulässig.

Wird eine Eigentumswohnung verkauft, so verbleibt die Instandhaltungsrücklage auf dem Rücklagenkonto der Eigentümergemeinschaft und geht bei Eigentumsübertragung automatisch auf den Käufer über. Eine anteilige Auszahlung der eingezahlten Instandhaltungsrücklage, vor wirtschaftlichen Übergang, kann der Verkäufer von der Eigentümergemeinschaft nicht verlangen.

Der Verwalter gibt Auskunft über die Höhe der Instandhaltungsrücklage

Der Wohnungseigentumsverwaltung ist nach § 27 Abs. 5 WEG verpflichtet, den gemeinschaftlichen Rücklagenbetrag (Instandhaltungsrücklage), gesondert von anderem Vermögen zu verwalten.

Beim Verkauf einer Eigentumswohnung erfragt ein ordentlich arbeitender Immobilienmakler beim Verwalter die exakte Höhe der bereits eingezahlten Instandhaltungsrücklage der Eigentümergemeinschaft an. Der Verwalter gibt in der Regel kurzfristig eine schriftliche Auskunft über die bereits eingegangene Geldsumme.

Steuerliche Vorteile nutzen

Beim Erwerb einer Eigentumswohnung hat jeder Käufer in Deutschland Grunderwerbsteuer, bemessen auf Basis des beurkundeten Kaufpreises der Immobilie, an das zuständige Finanzamt zu zahlen. In Nordrhein-Westfalen beträgt der Grunderwerbsteuersatz (Stand: 21.04.2014) derzeit 5%. Diese Steuer wird, so beschreibt es schon das Wort “Grunderwerb”-Steuer, allerdings nur auf den erworbenen Grundbesitz erhoben und nicht für einen Geldbetrag der Instandhaltungsrücklage. Aus diesem Grund sollte beim Verkauf darauf geachtet werden, das folgende Formulierung im Kaufvertrag mit aufgenommen wird:

Im Kaufpreis enthalten ist eine anteilige Instandhaltungsrücklage in Höhe von x.xxx.xx EUR (in Worten: xxx EUR).

So lassen sich je nach Höhe der eingezahlten Instandhaltungsrücklage schnell mehrere hundert Euro an Grunderwerbsteuer sparen.

 

09.01.2015 Melderechtsgesetz: Vermieter muss Wohnsitz des Mieters bestätigen

Seit dem 1. Januar 2015 gilt das neue Gesetz, nach dem nicht nur Behörden Daten der Bürger leichter weitergeben dürfen. Auch für Vermieter hat das neue Gesetz Auswirkungen, die ab 1. Mai 2015 gelten: Sie müssen Ihrem Mieter künftig bei Auszug eine Bescheinigung ausstellen, dass er in ihrer Wohnung gewohnt hat. Meldet sich ein Mieter nämlich ab oder um, muss er hierzu künftig die Bestätigung des jeweiligen Wohnungsgebers oder einer von ihm beauftragten Person vorlegen. Wahlweise kann der Wohnungsgeber seine Erklärung auch elektronisch gegenüber der Meldebehörde abgeben. Für die Ausstellung der Meldebestätigung bleiben dem Vermieter nur maximal zwei Wochen Zeit nach dem Ein- bzw. Auszug. Denn nur mit der Bescheinigung kann dann ein neuer Mieter gegenüber dem Einwohnermeldeamt seinen Ein- bzw. Auszug nachweisen und sich ummelden – sonst droht dem Vermieter ein Bußgeld bis zu 1000 Euro.

 

Immobilienerwerb: Höhere Steuern in Nordrhein-Westfalen und im Saarland

Ab Januar 2015 werden Immobilienkäufer in zwei Bundesländern mehr bezahlen müssen: In Nordrhein-Westfalen steigt die Grunderwerbsteuer von fünf auf 6,5 Prozent des Kaufpreises, im Saarland erhöht sie sich von 5,5 auf 6,5 Prozent.

 

Rauchmelderpflicht: Übergangsfrist für Bestandsgebäude ausgelaufen

Ab 1. Januar 2015 gilt auch in den Bundesländern Baden-Württemberg und Hessen die Rauchmelderpflicht für Bestandsgebäude. Eigentümer sind für die Installation zuständig, Bewohner (Mieter) für die Wartung.

 

Bei Neu- und Umbauten: Eigentümer sollen intelligente Stromzähler anbringen

Wer ein Haus baut, größere Renovierungen in seiner bestehenden Wohnung vornimmt oder mehr als 6000 Kilowattstunden Strom im Jahr verbraucht, ist laut Energiewirtschaftsgesetz ab dem 1. Januar 2015 verpflichtet, sogenannte intelligente Messsysteme einzubauen. Intelligente Messsysteme sollen den Verbrauch in jedem Haushalt im Minutentakt feststellen und in ebenso kurzen Zeitabständen übermittelt bekommen, wie viel Strom gerade in den Netzen verfügbar ist. Allerdings steht die genaue Verordnung der Bundesregierung für intelligente Messsysteme noch aus: Entsprechend ist nicht genau definiert, welche Funktionen die smarten Messsysteme haben müssen und wie genau sie mit den Messsystemen anderer Hersteller zusammenarbeiten sollen.

 

Austauschpflicht für alte Öl- und Gasheizungen

Im neuen Jahr müssen sich Eigentümer und Vermieter auf einige gesetzliche Änderungen einstellen, die sie direkt betreffen. Hier ein Überblick:

Ab 1. Januar 2015 müssen laut Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) Öl- und Gasheizkessel getauscht werden, die älter als 30 Jahre sind. Brennwert- und Niedertemperaturkessel sind vom Austausch ausgenommen. Zudem gelten Ausnahmen für seit Februar 2002 selbst genutzte Ein- und Zweifamilienhäuser.

 

Mietpreisbremse: Deckel nun auch für Wiedervermietung

Das neue Gesetz zur Mietpreisbremse wird voraussichtlich noch in der ersten Jahreshälfte 2015 in Kraft treten. Sie gilt in Städten und Gemeinden, die von den jeweiligen Bundesländern als Gebiete mit knappem Wohnungsangebot ausgewiesen worden sind.

Danach darf bei der Neuvermietung einer Wohnung die Miete höchstens zehn Prozent mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete betragen. Ausgenommen sind nur Neubauwohnungen, die erstmals ab 1. Oktober 2014 bezogen worden sind, sowie grundlegend sanierte Altbauwohnungen.

 

31.10.2014

Ihre Kfz-Versicherung - Hilfreiche Teilkaskoversicherung

Zum Thema Dachlawinen gibt es eine Vielzahl von Gerichtsentscheidungen.

Übrigens: Bei manchen Versicherern sind die Schäden durch Dachlawinen inzwischen durch die Teilkaskoversicherung gedeckt. Im Schadensfall lohnt daher ein Blick in den Vertrag.

 

24.09.2014 - Fahrradversicherung - Mehr als nur Diebstahlschutz

Fahrrad

Jährlich werden über hunderttausende Fahrräder gestohlen, Tendenz steigend. Gerade wer viel unterwegs ist und sein Rad oft in der Öffentlichkeit abstellt, ist besonders gefährdet. Egal ob vor dem Sportstudio, der Arbeitsstelle oder dem Restaurant – das Sichern des Rades mit einem Schloss, schützt Sie leider nicht immer gegen den Diebstahl.

Besonders mit dem Preis des Fahrrads steigt das Risiko, dass es gestohlen wird. Im Falle eines Unfalls oder Fahrradpanne, bleibt Ihr Kunde normalerweise auf den Kosten für die Reparatur sitzen.

Als Lösung bieten wir Ihnen eine Absicherung für Fahrräder und nicht versicherungspflichtige Pedelecs.

Die Fahrradversicherung bietet Ihnen unter anderem Versicherungsschutz gegen:

Verlust des Fahrrades durch Diebstahl, Einbruchdiebstahl oder Raub
Reparatur oder Ersatz bei Vandalismus, Beschädigungen durch Unfall, Brand, Explosion, Blitzschlag sowie bei Fall- oder Sturzschäden

14.08.2014 - Finanztest: Riester mit „glänzender” Rendite

Die Zulagenrendite der staatlich geförderten Riester-Produkte kann sich sehen lassen. Zu diesem Schluss kommt die Zeitschrift Finanztest in ihrer jüngsten Ausgabe 9/2014. Mehr als acht Prozent Rendite im Jahr könne mancher allein durch die staatliche Zulage erzielen. Nach viel Kritik am Förder-Modell stecken die „Pferdefüße“ nun in einigen Halbsätzen.

Je nach ihren persönlichen Verhältnissen erhalten Riester-Sparer einer Untersuchung von Stiftung Warentest zufolge (Zeitschrift Finanztest, Heft 9/2014) eine Zulagenrendite zwischen 0,4 Prozent und 8,5 Prozent.

Berechnet wurden für die beiden Modellkunden „ohne Kinder“ und „mit zwei nach 2007 geborenen Kindern“ sieben verschiedene Einkommenshöhen und über jeweils vier verschiedene Laufzeiten (zehn, 20, 30 und 40 Jahre) – macht insgesamt 49 Zulagenrenditen.

Große Spannen

Die höchste Rendite erzielt die Kombination „Familie mit zwei nach 2007 geborenen Kindern, einem versicherungs-pflichtigen Jahreseinkommen von 20.000 Euro und 30 Jahren Laufzeit (davon Kinderzulage über die ersten 17 Vertragsjahre)“. Hier kommen die Tester in der jüngsten Ausgabe von Finanztest (Heft 9/2014) auf eine Zulagenrendite von 8,5 Prozent.

Bei 52.500 Euro Jahreseinkommen und ansonsten unveränderten Annahmen sinkt die Rendite auf 1,7 Prozent. Hat dieser Einkommensbezieher aber keine Kinder und lässt diesen Vertrag 40 Jahre laufen, beträgt seine Zulagenrendite nur 0,4 Prozent.

Bei den Berechnungen wurde unter anderem ein über den gesamten Zeitraum konstantes Einkommen unterstellt. Die Vorsorgenden sind unmittelbar zulagenberechtigt, zahlen stets den Mindesteigenbeitrag und ihr Vertrag endet mit 67 Jahren.

Zulagenrendite ist sicher

Fazit der Finanztester: „Für Besserverdienende ist Riester vor allem aufgrund der Steuerersparnis interessant, Eltern und Geringverdiener profitieren vor allem von den Zulagen“.

Der Haken für die Geringverdiener sei, dass die Zusatzvorsorge im Alter mit staatlicher Grundsicherung verrechnet werde. Positiv: Selbst bei Totalversagen des Anbieters sei den Riester-Sparern die Zulagenrendite sicher.

Ihre Untersuchung der Zulagenrendite übertitelt Finanztest mit „Zulage mit neuem Glanz“. Die Ergebnisse einzelner Renditeberechnungen sind angesichts der Kapitalmarktzinsen glänzend ­– neu sind diese Renditehöhen allerdings nicht – schließlich hat sich an den staatlichen Zuschüsse nichts geändert.

Kritik in Halbsätzen

An der Riester-Förderung ließen die Finanztester zuletzt wenig Gutes. „Die Versicherungsverträge sind in den letzten Jahren immer schlechter geworden“, hieß es im Finanztest-Heft 12/2013. Ganze fünf von 28 staatlich geförderten, privaten Rentenversicherungen im letzten Jahr erhielten noch das Urteil „gut“.

 

Die Kritik an der Förderung stellt sich nun im aktuellen Finanztest-Artikel etwas moderater dar: „Das Riester-Modell stehe derzeit wegen seines bürokratischen Aufwands und teils intransparenten und wenig profitablen Angeboten nicht zu Unrecht in der Kritik“, schreiben die Autoren.

Policen passend zum Typ

Angesichts der „glänzenden“ Zulagenrenditen wird die staatliche Fördersparform nicht (mehr) in Bausch und Bogen geredet, sondern à la Psychotests gefragt: „Welcher Riester-Typ sind Sie?“.

Die klassische Riester-Rente wird denjenigen Verbrauchern empfohlen, die sich möglichst wenig um ihr Investment kümmern wollen. Abgeraten wird dabei jungen Sparern ohne beständiges Einkommen sowie Personen jenseits der 50 Jahre.

Älteren wird ebenso von Fondspolicen abgeraten. Diese Policen seien für alle das richtige, die Einfluss auf ihr Investment nehmen wollten und mindestens 20 Jahre Laufzeit eingehen könnten, heißt es in dem Bericht weiter.

Der vollständige Artikel kann in der Finanztest-Ausgabe 9/2014 nachgelesen werden. Diese ist im Zeitschriftenhandel oder kostenpflichtig im Internet erhältlich. Ein kostenpflichtiger Artikel-Einzelabruf ist ebenfalls möglich.

Riester immer wieder in den (Negativ-) Schlagzeilen

Auch weite Teile der Presse schießen immer wieder mediale Breitseiten auf die staatlich geförderte Altersvorsoge ab. Unlängst machte beispielsweise ein Handelsblatt-Artikel über eine scheinbar falsche Studie der Institut für Transparenz GmbH (ITA) Schlagzeilen. Gegenstand dieser Studie ist die Kostenbegrenzung bei zertifizierten Altersvorsorgeverträgen und Basisrenten.

Das ITA wehrte sich vehement gegen die „zum Teil falschen Aussage“, wie einem weiteren Medienbericht zu entnehmen ist. Auch die nur einige Tage später ebenfalls im Handelsblatt geäußerte Kritik der Linksfraktion an besagter Studie wies das ITA einem anderen Medienbericht zufolge mit scharfen Worten zurück.